Botanischer Garten

Naturschutzbiologie

Für Lehrveranstaltungen und botanische Bestimmungsübungen liefert der BOGA Anschauungsmaterial und kultiviert ein breites Spektrum heimischer Pflanzen. In der Forschung geht er in Zusammenarbeit mit weiteren Institutionen den Fragen nach, warum manche Arten selten sind, während sich andere rasch ausbreiten, wie die Vielfalt der Pflanzen entsteht, welche Bedeutung sie für den Menschen hat und wie zu ihrer Erhaltung und Förderung beigetragen werden kann. Durch Feldsammlungen und den Austausch von Samen mit anderen Botanischen Gärten in aller Welt erweitert der BOGA seine Vielfalt. Auch viele bedrohte und seltene Pflanzenarten werden gepflegt und vermehrt, so dass sie in ihrem natürlichen Lebensraum wieder angesiedelt werden können.

Forschung Ex-situ und Wiederansiedelung

Der BOGA ist seit mehreren Jahren in der Forschung zum Thema Ex-situ-Erhaltung und Wiederansiedlung gefährdeter Pflanzenarten aktiv und damit eine zentrale Einrichtung an der Schnittstelle zwischen Universitärer Forschung und praktischer Umsetzung im Artenschutz. Die Ex-situ-Projekte im BOGA beschäftigen sich vor allem mit den Fragen, warum gewisse einheimische Arten selten sind und welche Rolle die genetische Vielfalt beim Erfolg von Wiederansiedelungen spielt.

Naturschutz und Artenförderung

Der BOGA ist ein wichtiger Partner bei der Umsetzung von Artenschutz und Artenförderungsmassnahmen. So werden in Zusammenarbeit mit Kantonen und Umweltbüros gefährdete Arten ex situ im BOGA kultiviert und für Wiederansiedlungsprojekte bereitgestellt.

Erhaltungskulturen

Ex-situ Erhaltung und Wiederansiedlung von gefährdeten Pflanzenarten: Ein Pilotprojekt des Instituts für Pflanzenwissenschaften (IPS), des Botanischen Gartens Bern (BOGA) und des Bundesamtes für Umwelt (BAFU).

Index Seminum

Botanische Gärten unterhalten einen internationalen, kostenfreien Samentausch, um an neue Pflanzenarten für die Sammlung und für wissenschaftliche Studien zu kommen. Auch der BOGA erstellt jährlich einen Samenkatalog, welcher an verschiedene Botanische Gärten auf der ganzen Welt verschickt wird.

Herbarium

Die Universität Bern besitzt ein umfangreiches Herbarium. Es wird auf mehrere hunderttausend Belege geschätzt. Ein Teil davon ist in Räumlichkeiten des BOGA untergebracht.

CITES

Im Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) haben sich 180 Länder zu strengen internationalen Handelskontrollen zum Schutz von über 30'000 Tier- und Pflanzenarten verpflichtet. In der Schweiz trat CITES 1975 in Kraft. Vollzugsbehörde ist das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) Die Unterbringung von beschlagnahmten Pflanzensendungen (Einfuhr ohne CITES-Zeugnis) wird im BOGA geregelt.

Forschung

Forschungsprojekte des Instituts für Pflanzenwissenschaften (IPS) der Uni Bern im Bereich Naturschutzbiologie