Botanischer Garten

Forschung zur Ex-situ-Erhaltung und Wiederansiedlung

Der BOGA ist seit mehreren Jahren in der Forschung zum Thema Ex-situ-Erhaltung gefährdeter Pflanzenarten (Erhaltung von Pflanzenarten ausserhalb ihres natürlichen Lebensraumes) und Wiederansiedlung aktiv. Neben den eigenen Forschungsprojekten (Ex-situ-Projekt Phase 1 und 2), welche vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) gefördert werden, und wichtige Wissenslücken bei der Ex-situ-Erhaltung und Wiederansiedlung schliessen sollen, ist der BOGA auch in mehrere Artenförderungs-Programme involviert. Durch diese Aktivitäten ist der BOGA zu einer zentralen Institution im immer grösser werdenden Netzwerk des Ex-situ-Artenschutz geworden.

Netzwerkveranstaltung

Ex-situ-Workshop 2019

5. April 2019: Workshop zum Thema «Ex-situ-Erhaltung gefährdeter Pflanzenarten: Leitlinien und Erfahrungsaustausch»

Zusammen mit dem Botanischen Garten Genf, Info Flora und dem Forum Biodiversität organisierte der BOGA einen Workshop zum Thema Ex-situ-Erhaltung. Ziel des Workshops war es, sich mit ausgewählten Akteuren der Ex-situ-Erhaltung in der Schweiz über derzeitige Richtlinien auszutauschen, sowie Schwierigkeiten in der Praxis und Verbesserungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Laufendes Projekt

Ex-situ-Projekt Phase II (seit 2018)

Die Phase II des Ex-situ-Projektes vertieft die Themen aus der Phase I und erforscht die Optimierung von Wiederansiedlungen. Das Forschungsteam testet z.B., ob seltene Arten mehr von Herbivoren gefressen werden und ob sie mehr unter Inzucht leiden als häufige Arten. Zudem untersucht es, ob für eine Wiederansiedlung die genetische Vielfalt, oder die Menge des ausgebrachten Materials wichtiger ist. Mit Hilfe von Workshops und Führungen soll generell das Ex-situ-Netzwerk und der Austausch an Know-how in der Schweiz und international gestärkt werden.

Gefördert durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU).

Abgeschlossenes Projekt

Ex-situ-Projekt Phase I (2012 – 2016)

In der ersten Phase des Ex-situ-Projektes wurden von 2012 bis 2016 die artspezifischen Gründe für Seltenheit bei bedrohten Arten erforscht, mit dem Ziel die Risiken besser einschätzen zu können. Neben der Klimatoleranz seltener Arten wurde auch ihre Reaktion auf Nährstoffvariation und Konkurrenz, sowie auf pathogene Bodenorganismen untersucht. Gleichzeitig wurden die genetische Variabilität in wichtigen Eigenschaften der seltenen Arten studiert, sowie deren Bedeutung für den Etablierungserfolg bei Wiederansiedlungen.

Gefördert durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU).