2026
Januar: Geldbaum (Crassula ovata (Mill.) Druce)
Kaum ist das neue Jahr angebrochen, macht sich schon das Januarloch bemerkbar. Wie praktisch wäre es da, einen Geldbaum im Garten zu haben! Nun – der Botanische Garten besitzt tatsächlich einen solchen. Aus allfälligen finanziellen Nöten hilft er jedoch nicht.
Fettblattgewächs aus KwaZulu-Natal
Ursprünglich stammt der Geldbaum aus dem südlichen Afrika, wo er in den Provinzen KwaZulu-Natal und Ost Kap im sogenannten «Dickicht» vorkommt. Dieser Vegetationstyp macht seinem Namen Ehre, ist oft nahezu undurchdringlich und Heimat von vielen Sukkulenten, Pflanzen also, welche der Trockenheit mit fleischigen Blättern und Wasserspeichern trotzen. Auch der Geldbaum ist ein Überlebenskünstler und gedeiht häufig auf besonders trockenen Granitfelsen, die aus dem Dickicht ragen. Er gehört der Pflanzenfamilie der Fettblattgewächse an, die auch in der Schweiz verbreitet ist und Gattungen wie Mauerpfeffer oder Hauswurz umfasst. Während er in seiner Heimat im Südwinter blüht, also im Juni und Juli, zeigt er seine Blüten in Bern ebenfalls im Winter – einfach um ein halbes Jahr verschoben. Mit seinen fleischigen Blättern passt er hervorragend ins Sukkulentenhaus.
Dagobert Ducks Lieblingspflanze
Seiner rundlichen Blätter und seiner Genügsamkeit wegen hat der Geldbaum die ganze Welt erobert. Ob als Zimmerpflanze oder als Hecke in mediterranen Gärten – der Gast aus Südafrika hat eine grosse Fangemeinde. Namen wie «Geldbaum», «Pfennigbaum» oder «Dollar‑Pflanze» spielen auf die Form der Blätter an, «Jadepflanze» eher auf deren Farbe. Dagobert Duck würde sicher seinen Gefallen an dieser Art finden und das hat auch der Zimmerpflanzen-Markt. Obwohl der Geldbaum weder Nötli noch Fünfliber liefert – aus wirtschaftlicher Perspektive ist er dennoch interessant. Als Zierpflanze mit riesiger Nachfrage generiert er pro Jahr einen Millionenbetrag und wird dem Namen Geldbaum zumindest in dieser Hinsicht gerecht.
